Die Abteilungsleitung im Doppel-Gespräch
28. Oktober 2026Nach ihren ersten Monaten als Abteilungsleiter des Tennisvereins haben wir Moritz Coen und Maximilian Sander zum Interview gebeten.
Wie seid ihr zum Tennis gekommen und seit wann seid Ihr beim SV-DJK?
Moritz: Opa, Onkel und Mutter haben ihr ganzes Leben leidenschaftlich Tennis gespielt oder spielen noch. Deshalb war klar, dass ich das auch mal ausprobiere. Laut Mitgliederdatei seit 1998, aber ich bin seit 1994 auf der Anlage unterwegs.
Maxi: Ich bin seit über 20 Jahren beim SV-DJK und in der Tennisabteilung. Ganz am Anfang habe ich unterschiedliche Sportarten ausprobiert, aber beim Tennis bin ich dann geblieben.
Was hat euch dazu bewogen, die Abteilungsleitung zu übernehmen?
Moritz: Anfang 2007 habe ich mein erstes Ehrenamt in der Tennisabteilung übernommen und bin seitdem dabei geblieben. Das war bei mir ein schleichender Prozess: Irgendwann konnte ich mir vorstellen, mehr Verantwortung zu übernehmen. Aber auch, weil ich wusste, dass der Einsatz von Klaus und Horst in den letzten Jahren eine super Basis ist, um den Verein weiterzuentwickeln. Nach Jahren, in denen ich der Jüngste in der Abteilungsleitung war, bin ich heute der Älteste.
Maxi: Ich habe gemerkt, dass jetzt ein Zeitpunkt gekommen ist, in dem sich entscheidet, in welche Richtung die Tennisabteilung geht. Und da ich seit über 20 Jahren in dieser Abteilung bin und sie mir dementsprechend am Herzen liegt, habe ich mich nach Moritz’ Anfrage und etwas Bedenkzeit dazu entschieden, dass es jetzt der richtige Zeitpunkt ist, selbst Verantwortung zu übernehmen und bei der Gestaltung der Zukunft mitzuwirken, nachdem ich davor schon kleinere Aufgaben übernommen hatte.
Auf welchen Erfolg in den ersten Monaten im Amt seid ihr bisher besonders stolz?
Moritz: Der erste Eindruck der Anlage (Rasen, neue Hütte, Padel-Cours, Boden und Streichen in den Umkleiden) hat sich für mich stark verbessert. Wir haben überall noch Potenzial, aber die von vielen Mitgliedern bemängelte Aufenthaltsqualität ist spürbar gestiegen. Danke an alle, die dazu ihren Teil beigetragen haben.
Maxi: Da schließe ich mich Moritz an.
Was war die größte Herausforderung und wie habt ihr sie gelöst?
Moritz: Wir haben nicht nur eine neue Abteilungsleitung, sondern auch neue Strukturen im Trainerteam aufgebaut. Beides gleichzeitig neu zu bauen und dazu noch die Zukunft der Anlage mit der Sport-Insel und dem Hauptverein zu strukturieren, bedeutet viele Mails, Termine und Gespräche, die niemand sieht. Ohne Nick, Max und Maxi wäre das in diesem Jahr nie so erfolgreich gelaufen.
Maxi: Einer der Netzpfosten auf Platz 7, der vor dem Hallenaufbau entfernt werden musste. Gelöst haben wir ihn nach fast einer Stunde mit fünf Mann, einer Dose WD-40 und viel Wasser. Und das, was Moritz schon gesagt hat. 😉
Gab es einen Moment, in dem ihr gedacht habt: „Worauf hab ich mich da eingelassen?“
Moritz: Spätestens bei diesem Interview hier. 😉
Maxi: Als mich Max, nachdem wir am Vortag bis 21 Uhr auf der Anlage waren, um die Halle aufzubauen, am nächsten Tag um 9 Uhr abgeholt hat, um den neuen Rasen anzulegen. Besonderer Dank an der Stelle auch an Max, der nicht nur die Trainingsplanung organisiert, sondern auch sonst bei wirklich allem mitmacht. 🙂
Wie würdet ihr die Stimmung im Verein aktuell beschreiben?
Moritz: Die Stimmung würde ich als vorsichtig optimistisch beschreiben. Ich glaube schon, dass einige mitbekommen, dass wir einiges anpacken, aber ohne die Mitglieder zu überfordern. Aber mir ist jetzt auch noch niemand vor Freude um den Hals gefallen. 😀
Maxi: Ich persönlich spüre eine gewisse Aufbruchstimmung. Und das freut mich sehr, dass die Energie und Zeit, die in die Abteilung gesteckt wird, auch sichtbar ist und bei den Mitgliedern ankommt.
Was macht unseren Verein für euch besonders?
Moritz: Ich stehe seit 1994 sehr regelmäßig auf dieser Anlage und habe einen Großteil meines Freundeskreises dem Sport und diesem Verein zu verdanken. Deshalb ist es für mich ein schöner Ort, der mit vielen positiven Erinnerungen verbunden ist. Und vielleicht trifft ja eines meiner Kinder auch mal die Kugel. Dann wird es künftig vielleicht auch ein Ort, an dem ich wieder öfter vorbeischaue.
Maxi: Für mich sind es insbesondere die Freundschaften, die ich durch diesen Verein gewonnen habe. Allgemein verbinde ich einfach viele tolle Erinnerungen mit unserem Verein und unserer Anlage.
Welche Rückmeldung von Mitgliedern der vergangenen Monate ist euch besonders in Erinnerung geblieben?
Moritz: Das Lob von Senioren zu unserem Newsletter. An dieser Stelle: Danke, Nicole, für die engagierte und kreative Kommunikation per WhatsApp, Newsletter, Social Media und mehr in diesem Sommer.
Maxi: Als ich Thomas Heider und Max Lachner beide zufällig im Edeka Wick getroffen habe und wir uns zwischen Tiefkühltruhen bestimmt 20 Minuten über die Tennisabteilung unterhalten haben.
Was sind eure wichtigsten Ziele für den Winter und die kommende Sommersaison?
Moritz: Wir wollen die Delegierten der Tennisabteilung aktiv einbinden, um auf das vergangene Jahr zu schauen und auf 2027 zu blicken. Dabei wollen wir identifizieren, was wirklich im Fokus stehen soll und was vielleicht nicht.
Maxi: Zunächst möchten wir im Winter die Umkleiden fertig bekommen (es fehlt noch etwas Farbe und die Einrichtung muss wieder an ihren Platz gebracht werden), damit pünktlich zum Beginn der Sommersaison wieder alles benutzt werden kann. Ansonsten möchten wir den Winter nutzen, um schon den Sommer vorzubereiten und zu planen. Und wir beschäftigen uns zusammen mit unseren Delegierten natürlich bereits mit weiteren Projekten, um unsere Abteilung weiter zu verbessern, sowohl was die Infrastruktur anbetrifft als auch das Abteilungsleben mit mehr Turnieren, Veranstaltungen etc.
Wo braucht ihr Unterstützung von den Mitgliedern?
Moritz: Ich habe noch nie jemandem, der eine Idee hatte, wie er helfen kann, gesagt, dass seine Hilfe unerwünscht ist. Wir könnten an vielen Stellen Hilfe gebrauchen. Wir als Verein haben in diesem Jahr auch deshalb funktioniert, weil einige besonders viel getan haben. Das beste Beispiel ist die Streichaktion im Vereinsheim: Jetzt profitieren alle davon, dass wir bald neue Farbe an den Wänden haben. Diese fünf Personen haben an dem Tag den Unterschied gemacht, ob wir uns künftig in diesen Räumen wohler fühlen oder nicht. Deshalb würde ich mir manchmal wünschen, dass zwei, drei Leute mehr mit anpacken, weil der Laden nur dann funktioniert. 😉
Maxi: Wir freuen uns über jede Unterstützung in allen Bereichen. Hallenauf- und -abbau, an einem Vormittag mit ein paar anderen die Anlage für die Saison vorbereiten oder Büsche zuschneiden und Unkraut entfernen, Veranstaltungen organisieren oder andere Dinge im Hintergrund. Das sind alles Dinge, die mit ein paar helfenden Händen sehr viel schneller gehen und auch mehr Spaß machen. Moritz und ich sowie alle weiteren, die uns bislang schon so großartig unterstützen, sind Ehrenamtliche. Wir haben viele Ideen, wollen viel voranbringen und umsetzen, haben aber leider auch nur ein eingeschränktes Zeitkontingent. Wir sind auch immer offen für neue Ideen und freuen uns über jede und jeden, die/der sich mit einbringen möchte. Jede helfende Hand hilft uns, dass wir gemeinsam unsere Abteilung kontinuierlich verbessern und nach vorne bringen können.
Vorhand oder Rückhand?
Moritz: Vorhand
Maxi: Vorhand
Outdoor oder Halle?
Moritz: Outdoor
Maxi: Outdoor (wichtig für die Lobs)
Training frühmorgens oder abends?
Moritz: Mittags (Tipp: Arbeitgeber mit Tennis-Courts wählen)
Maxi: Abends
Kaffee oder Weißbier nach dem Match?
Moritz: Russ
Maxi: Helles von Rammlerbräu
Alcaraz, Sinner oder Zverev?
Moritz: Alcaraz
Maxi: Alcaraz
Was ist euer peinlichster Moment auf dem Tennisplatz?
Moritz: Ich habe neulich einen Tiebreak gegen Maxi verloren. Darf eigentlich nicht passieren.
Maxi: Wahrscheinlich, als mein Bruder Lucas in weniger als 30 Minuten einen Satz mit 6:1 gegen mich gewonnen hat. Der hat auf jeden Ball draufgezündet und jeder Ball war drin. Sehr bitter, seitdem möchte ich nicht mehr in unserer Halle auf Platz 3 spielen.
Was beschreibt euren Co-Abteilungsleiter am besten, und was ist seine heimliche Schwäche?
Moritz: Ich sage zu Maxi: “Man müsste mal …", und Maxi setzt sich hin und macht einfach, und zwar ziemlich gut! Seine heimliche Schwäche: Er sagt zu selten: “Nee, Moritz, man müsste mal nichts tun!”
Maxi: Moritz ist ein absoluter Teamplayer, es macht einfach Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten. Seine (heimliche) Schwäche ist die Terminfindung – manchmal werden auch Termine zur Abstimmung gestellt, an denen er selbst gar keine Zeit hat. 😉
Welcher Song läuft (zumindest in Eurem Kopf), wenn ihr den Platz betretet?
Moritz: Die Version "La-Le-Lu" von Helene Fischer als Kinderschlaflied ist kontraproduktiv beim 1. Aufschlag.
Maxi: Im Zweifel irgendein Song, der auf der Fahrt zum Tennisplatz im Radio kam. Und das sind immer Songs, die ich eigentlich nicht während eines Zweistundenmatches im Kopf haben möchte.
Mit welchem berühmten Tennisprofi (aktiv oder zurückgetreten) würdet ihr gerne ein Doppel spielen?
Moritz: Rafa
Maxi: Roger Federer
Was möchtet ihr den Mitgliedern zum Schluss noch sagen?
Moritz: Glückwunsch, wer bis hierhin gelesen hat! Bringt euch gerne mit eurem Talent in den Verein ein. Und wenn ihr keins habt, ist das auch kein Problem.
Maxi: Mitmachen! Es macht Spaß, hier zusammen etwas zu schaffen und aufzubauen! Und vielen Dank an alle, die sich bislang schon in unserer Abteilung engagieren!
Und zum Schluss: Vervollständigt bitte den Satz: „Tennis ist für mich …“
Moritz: … eine tolle Sportart wenn bei uns wieder alle Padel-Plätze belegt sind.
Maxi: … die Sportart, bei der ich selbstbewusst Aufschlag wähle und dann direkt mit zwei Doppelfehlern starte.
* Bild KI-bearbeitet
